Peter und der Wald

Waldspaziergang: Daran erkennst du den Gesundheitszustand vom Bäumen

Veröffentlicht am 04.08.2026 / 00:00

Anmerkungen

Braune Buchen, schüttere Douglasien, kahle Birken am Straßenrand: Nach Wochen ohne Regen sieht man den Bäumen den Sommer an. Aber längst nicht jedes gelbe Blatt ist ein Alarmzeichen – und manches, was harmlos aussieht, ist es nicht.

In dieser Folge von Peter und der Wald nimmt euch Peter mit durch den Garten am Forsthaus und ins alte Waldreservat und zeigt Baum für Baum, woran man den Zustand erkennt. Nadelbäume werden von innen nach außen licht, Laubbäume von außen nach innen. Wenn man den Stamm durchgehend bis in die Spitze sieht, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn großflächig Rinde abfällt, es schwarz aus dem Stamm läuft oder die Rinde beim Klopfen hohl klingt, ist es fünf vor zwölf.

Genauso wichtig ist, was man leicht falsch versteht: Die Buchen sehen von Weitem nur deshalb braun aus, weil sie voller Bucheckern hängen. Bei der Linde vergilben die Samenfahnen, nicht die Blätter. Und wenn sich Kirschen im August orangerot färben, geht es ihnen gut – das Rot ist Tarnfarbe gegen Blattläuse.

Außerdem: warum ein Laubabwurf Ende Juli ein geordneter Rückzug ist und im Juni ein Todesurteil, was ein Schockabwurf grüner Blätter bedeutet, wieso ein Nadelbaum viel länger braucht, um sich zu erholen, als ein Laubbaum – und warum intakter, krümeliger Waldboden die wichtigste Wasserrückhaltemaßnahme überhaupt ist. Zum Schluss geht es um die Birken, die Peter dieses Jahr echte Sorgen machen, während Eiche, Weide und Weißdorn direkt daneben bestens dastehen.

Danach könnt ihr eure eigenen Bäume zu Hause deutlich besser einschätzen.