Veröffentlicht am 14.07.2026 / 00:00
Immergrün, stachelig und leicht giftig: Die Stechpalme ist die einzige heimische Laubbaumart, die ihr Laub im Winter nicht abwirft – und damit alle Regeln bricht. Viele von euch haben sich eine Folge über den Ilex gewünscht. Peter radelt dafür in einen alten Buchenwald, in dem er seit über zehn Jahren nicht mehr war, und schlägt sich mit euch durchs Unterholz.
Unterwegs geht es vom Hölzchen aufs Stöckchen: Warum das Summen im Sommerwald von harmlosen Schwebfliegen stammt, die nur so tun, als wären sie Wespen. Warum Rehe die Zahl der Zecken in die Höhe treiben, Borreliose aber selbst gar nicht bekommen können. Weshalb junge Douglasien hier reihenweise kränkeln. Und was ein paar Basaltsplitter im Boden über einen längst vergessenen Weg verraten.
Und dann endlich die Stechpalme: Peter zeigt, warum ihre Blätter nur dort Dornen tragen, wo Reh und Hirsch hinkommen – weiter oben sind sie glatt. Wie sie sich mit Wurzelbrut gegen Verbiss wehrt, warum sie Frostschutz in ihre Blätter einlagert und wie sie ausgerechnet im tiefen Schatten alter Buchen überlebt: mit den Lichtlücken im Frühjahr und im Herbst, wenn die Buchen noch – oder schon wieder – kahl sind. Außerdem: warum sie das ausgeglichene atlantische Klima braucht, in Nordamerika zur invasiven Art wurde, was Goethes Spazierstock mit ihr zu tun hat – und warum ihr im Garten unbedingt die Wildform pflanzen solltet.